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DASSELBE in grün

Quelle: https://www.redensarten-index.de

Bedeutung:
dasselbe; das Gleiche

umgangssprachlich; über die Herkunft gibt es unterschiedliche Deutungen (im Folgenden Hinweise von Nutzern):
1. Stammt aus der humoristischen Wochenschrift “Fliegende Blätter” von 1903 und beschreibt eine Situation mit Bahnwesen. Früher waren die Fahrscheine der ersten Klasse gelb, die der zweiten Klasse grün, die der dritten braun und die der vierten grau. Am Bahnschalter hieß es von einem Berliner: “Dasselbe in Jrün bitte!”
2. Das Kleinwagenmodell 4/12 PS von Opel ging 1924 in Serie und wurde wegen seiner ausschließlich grünen Lackierung “Laubfrosch” genannt. Wegen der großen Ähnlichkeit zum Citroën 5CV bzw. 5HP entstand die Wendung “Dasselbe in Grün

Auf keinen grünen Zweig kommen

Bedeutung:
sich keine solide Lebensgrundlage schaffen; keinen Erfolg haben

umgangssprachlich; Der grüne, sprießende Zweig ist natürlich per se ein Sinnbild des Wachstums und Gedeihens. Man hat zur Erklärung dieser Redensart wohl vielleicht auch an den alten Rechtsbrauch zu erinnern, wonach dem Käufer eines Grundstücks vom Vorbesitzer ein Stück Rasen mit einem hineingesteckten Zweig – beides vom übereigneten Grundstück – überreicht wurde. Die Redensart ist seit dem 15. Jahrhundert belegt, der Rechtsbrauch selbst bis ins 17. Jahrhundert. Die Wendung könnte durch eine Stelle in der Bibel angeregt worden sein. In der Lutherübersetzung (Hiob 15, 29-30) heißt es: “Er wird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und sein Glück wird sich nicht ausbreiten im Lande. Unfall wird nicht von ihm lassen. Die Flamme wird seine Zweige verdorren, und er wird ihn durch den Odem seines Mundes wegnehmen”

Quelle: https://www.redensarten-index.de

Ach du grüne Neune

“Ach du grüne Neune” gehört zu den Ausdrücken, die die Generation unserer Großeltern noch gerne benutzt, jüngere Menschen dagegen immer seltener. Man ruft “Ach du grüne Neune!” genau wie “Ach du meine Güte!”, wenn man sich erschreckt oder überrascht ist. Die Herkunft der Redewendung ist allerdings umstritten.

Eine weit verbreitete Erklärung leitet den Ausdruck vom Berliner Tanzlokal “Conventgarten” ab, das im 19. Jahrhundert sehr bekannt war. Obwohl das Lokal in der Blumenstraße Nr. 9 lag, befand sich sein Haupteingang im “Grünen Weg”. Deshalb wurde das ein wenig in Verruf geratene Lokal schon bald von der Bevölkerung in “Grüne Neune” umgetauft.

Kritiker dieser Theorie meinen hingegen, dass es den Ausruf “du grüne Neune” schon lange vor dem verruchten Tanzlokal gab. Sie vermuten, dass die Wendung in Wahrheit von Jahrmärkten kommt, auf denen mit Spielkarten die Zukunft gelesen wurde. In den deutschen Spielkarten heißt die “Pik Neun” nämlich “Grün Neun” – und diese unheilvolle Karte bedeutete nichts Gutes. Für diese Erklärung spricht auch, dass man früher manchmal “du kriegst die grüne Neune” als Ausruf des Erschreckens sagte.

Quelle: http://www.geo.de/geolino/redewendungen/6656-rtkl-redewendung-ach-du-gruene-neune